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8. Dezember 2009

Schmierentheater um einen kriminellen Grafen

Filed under: Politik — D.Wagner @ 16:44

Die Dreistigkeit, mit welcher unser Politzirkus und seine Protagonisten, diesen kriminellen Marktgrafen der FDP feiern, muss doch jedem ehrlichen Steuerzahler das Messer in der Hose aufgehen lassen.

Ein Zitat von Genscher belegt eindrucksvoll den geistig-moralischen Verfall, welchem sich unsere politischen FührerInnen hingeben:

Otto Graf Lambsdorff gehörte zu den Gestaltern der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Marktgraf, wie er respektvoll genannt wurde, sah in der sozialen Marktwirtschaft stets auch die ethische Verantwortung der Handelnden. So wurde er zum Vorbild.

Die Vorbilder, die der Geisteshaltung eines Genscher entsprechen, sind uns allen bekannt:  Dr. jur. Schäuble, den mal eben eine kurzzeitige Amnesie vergessen ließ, wer ihm 100.000 Euro zusteckte. Oder unser Saumagen fressender Wiedervereinigungskanzler, der sich bis heute erfolgreich weigert, die Namen seiner Parteispender zu nennen (verweigern sie vor Gericht einmal die Aussage und berufen sich dabei auf ein gegebenes Ehrenwort, mal sehen wo sie dann landen…).

Die Liste der kriminellen Vorbilder aus Politikerkreisen ließe sich beliebig fortführen.

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1. Dezember 2009

Massaker von Kundus

Filed under: Kriege — D.Wagner @ 17:50

So langsam müsste es auch dem letzten dämmern, dass die  – welche versuchen uns zu regieren – nicht zu den Eliten gehören, sondern zum Abschaum der Gesellschaft. In freier Wildbahn würde diese degenerierte Politspezies keine zwei Tage überleben. Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen?

“Unsere Freiheit wird auch am Hindukusch verteidigt”, tönte einst Verteidigungsminister Struck (bin mir nicht mehr sicher,  war es vor, oder nachdem er gegen die Glastür gelaufen war?). Seither ist einige Zeit ins Land gegangen, mit ihr auch zwei Verteidigungsminister. Die Lügen jedoch, sind nach wie vor die gleichen. Deutschland befindet sich wieder im Krieg – da beißt keine Maus den Faden ab!

Wer es immer noch nicht glaubt, sollte sich – wenn schon nicht auf sein eigenes Urteilsvermögen – ausnahmsweise einmal auf das der deutschen Lebensversicherer verlassen. Die sind zwar zu sonst  nix zu gebrauchen – außer uns für Riester und Rürup-Rente die Kohle aus der Tasche zu ziehen – aber hier liegen sie goldrichtig. Das sie sich auf die Kriegsklausel berufen, ist ein eindeutiger Beleg, auch wenn sich einige nun echauffieren.

Wir dürfen von dieser undemokratischen und verfassungsfeindlichen Regierung keine Aufklärung erwarten. Deren erklärtes Ziel ist es das Volk für ihre Zwecke zu missbrauchen und den Weg zu bereiten, unsere Söhne und Töchter weltweit in geostrategischen Kriegen zu verheizen. Heute geht es noch um Gas und Öl, morgen sind es Wasser und die letzten Erzlager. Noch halten sich die Human-Kapital Verluste in den eigenen Reihen in überschaubaren Grenzen. Und solange man dem braven Wahlurnen-Gänger weiterhin mit Lügen den Verstand vernebeln kann – oder schlimmer: das eigene Volk gegeneinander aufhetzt… um klammheimlich die Gesetze zu schaffen die es ermöglichen, dass die Bundeswehr am Tage X gegen die eigene Bevölkerung die Waffen richtet – solange wird es zu solchen bedauerlichen “Betriebsunfällen” kommen:

Karim Popal ist Rechtsanwalt in Bremen. Er setzt sich für die Hinterbliebenen der Opfer des Bundeswehr-Luftangriffs in der Region Chardara in Afghanistan ein

Sie haben in der Umgebung der deutschen Bundeswehrgarnison im afghanischen Kundus recherchiert, daß bei der Bombardierung von zwei Tankwagen am 4. September insgesamt 179 Zivilisten getötet oder verletzt wurden.

Quelle: junge Welt

Mit dem Zweiten sehen wir in Zukunft Schwarz-Gelb

Filed under: Politik — D.Wagner @ 14:04

Was wir gerade in Mainz auf dem Lerchenberg erleben durften, ist vermutlich nur die Ouvertüre für die“ neue deutsche Welle”… nein, nicht was sie meinen. Keine recycelte Nena, Markus, Hubert K., Trio, o.ä. sondern die endgültige Abschaffung des freien Journalismus hin zum Staatsfunk. Wie so etwas geht, zeigte uns bisher das private Verblödungsfernsehen jeden Tag aufs neue, musste aber nicht weiter verwundern, denn deren Philosophie war seit eh und je: “wessen Brot ich ess’, dessen Lied ich sing”. Aber nun hat die neoliberal-braun angehauchte Bagage endgültig ihre Maske fallen lassen und zeigt uns – am Beispiel des öffentlich-rechtlichen Bezahlfernsehen – was sie von uns und den verbrieften Grundrechten halten, nämlich: nichts.

Die Selbstverständnis, mit der der hessische Don Ronaldo stellvertretend für seine IM “Erika” den ZDF- Aufsichtsrat beeinflusste, um in vorliegendem Falle den unbequemen Chefredakteur Klaus Brender los zu werden, müsste jeden braven Bürger die Faust in der Tasche ballen lassen.

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25. November 2009

Quo vadis Europa?

Filed under: Allgemein — D.Wagner @ 02:14

Europa geht mir eigentlich links am Arsch vorbei – war ich doch nie ein begeisterter Anhänger der EU. Aber nun wollen die gleichen Psychopathen, die uns auch das Globalisierungsmärchen aufgetischt haben, ganz Europa entdemokratisieren.

Der Vertrag von Lissabon bietet ihnen hierzu den nötigen Rahmen:

Von Sarah Luzia Hassel-Reusing

Am 22.09.2009 hat das Bundesverfassungsgericht vier Verfassungsbeschwerden, welche jeweils Anträge auf einstweilige Anordnung enthalten haben, nicht zur Entscheidung angenommen. Davon war eine Verfassungsbeschwerde vom 17.09.2009 von Prof. Dr. Kerber (Az. 2 BvR 2136/09) und waren drei vom 18.09.2009 von der international bekannten Bürger- und Menschenrechtlerin und Bundestagskandidatin der Ökologisch Demokratischen Partei (ödp) Sarah Luzia Hassel-Reusing (Az. 2 BvR 2167/09). Deren Klagen sind zu finden unter dem Link www.teameurope.info/node/598 oder bei http://sites.google.com/site/ euradevormwald

Unter dem Link www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg09-106.html wurde vom Bundesverfassungsgericht dazu eine irreführende Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gegeben. Darin wurde der Eindruck erweckt, als wäre am 22.09.2009 nur eine Verfassungsbeschwerde bzgl. der Begleitgesetze nicht zur Entscheidung angenommen worden ! Das ist eine offensichtliche Verheimlichung – in deutlichem Kontrast zur Begründungs- und Transparenzpflicht hoheitlichen Handelns in einem Rechtsstaat ebenso wie zur üblichen Verfahrensweise des Bundesverfassungsgerichts.

Quelle: www.saarbreaker.com

16. November 2009

Darf ich vorstellen:

Filed under: Politik — D.Wagner @ 17:45

Teil 3

Kommen wir heute direkt und ohne Umwege (wobei – gerade da klemmt einiges) zum mächtigsten Hosenanzug der westlichen Hemisphäre. Die allzeit nichtssagende Angela Dorothea Merkel (geb. Kasner), für vier Jahre wiederbesetzt, in ihrer Lieblingsrolle:
Das mobile Politikkasperltheater.

Ihre Politkarriere mutet an, wie ein “Märchen” aus der Feder eines BLÖD – Zeitung Schreiberlings. Vermutlich auch nicht weiter verwunderlich, zählt doch die Witwe von Axel Springer zum engsten Freundeskreis der Angela Dorothea.
Diese Elfriede Riewerts – vermutlich durch den gleichnamigen Hollywood-Streifen aus den Fünfzigern inspiriert: “wie angele ich mir einen Millionär?” -  machte sich (mit nichts im Gepäck außer ihren jungen 23 Jahren) auf, um im Hause Springer erst deren Kindern und alsbald dem Herrn des Hauses dienlich zu sein. 1978 wurde der Einsatz belohnt und fortan durfte sich Frau Riewerts Frau Springer nennen.
Heute zählt das ehemalige Kindermädchen zu den 26 reichsten (und einflussreichsten) Deutschen, mit einem geschätzten Privatvermögen von 3,2 Milliarden US $ und sich selbst zur Elite.

Apropo(po)s selbsternannte Eliten: widmen wir uns gleich noch dem zweiten “Prachtstück” aus dem Dunstkreis von Angela Dorothea, dann haben wir die bekanntesten Konkubinen des letzten Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum abgehandelt: Elisabeth Beckmann, besser bekannt als: Liz Mohn.
Wie sie ihre angefangene Ausbildung zur Zahnarzthelferin und später als Telefonistin im Bertelsmann-Verlag an den Mann bzw. Reinhard Mohn brachte, ist leider nicht überliefert.
Fest steht, auch ihr ist es in 1982 gelungen, fortan einen begehrten und einflussreichen Namen zu führen.
Dass diese feinen Damen zum engsten Freundeskreis unserer Angela Dorothea zählen, ergibt sich zwangsläufig. Das “Dreigestirn” verbindet so manches: Anpassung, Verdrängung der Vergangenheit, neokapitalistisches Gedankengut, Machtbesessenheit, um einige – wohl auch die einzigen – herausragenden Eigenschaften dieser “Persönlichkeiten” zu nennen.

Nun kommen wir zu Angela Dorothea.
Bei ihr habe ich immer den alten Gassenhauer der ehemaligen DDR im Ohr: “Auferstanden aus Ruinen…”
Ihre Wandlung ist vergleichbar mit einem Update auf ein neues Betriebssystem: Gestern noch Kommunismus 4.8, heute Kapitalismus 6.0

Versuchen wir noch etwas “Datenmüll” auf der Festplatte zu finden und für die Nachwelt zu erhalten.

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9. November 2009

Darf ich vorstellen:

Filed under: Politik — Schlagwörter: , , — D.Wagner @ 18:18

Teil 2

Kommen wir heute zu zwei „Newcomern“ auf den Brettern, die die Welt bedeuten:
Politikkasperltheater.

Der Guido. Unsere bundesdeutsche Antwort auf die vor Testosteron (und andere Bindemittel)
strotzenden Möchtegern-Machos: Berlusconi und Sarkozy.
Bühne frei, für unseren Bundesaussenkasper.
Mit 18 Prozent in die Schuhsohlen eingebrannt, saß er einst dümmlich grinsend neben Möllemann und war sogar einmal Kanzlerkandidat seiner neokapitalistischen Brüder und Schwestern. Ebenfalls ein unvergessener Griff ins Klo – sein „Guidomobil“.  Jetzt hat es die Grinsebacke – ganz entgegen seiner sonstigen sexuellen Gepflogenheiten – doch noch geschafft, zu Tante Angie unter die Decke zu schlüpfen.

Endlich darf – und wird – er auch mit dem letzten sich überwiegend in der Damenwelt hartnäckig haltenden Vorurteil restlos aufräumen: „schwule Männer sind ja sooo lieb.“
Er bezeichnet sich selbst gerne als „Leistungsträger“. Mir als Mann bisher nur Links – oder Rechtsträger bekannt, wagte ich einen Blick auf Guidos Biographie. Siehe da, eine neue Wortschöpfung, denn durch „Leistung“ konnte die Schwester bisher wenig überzeugen. Was jedoch auffällig erscheint: auch ihn schmückt ein Dr. jur.
Einerseits könnte es durchaus beruhigen, wenn sich die ganzen unfähigen
Juristen in der Politik tummeln, stellen sie doch sonst nichts an. Leider gibt es immer noch solche, die sich in der Judikative tagtäglich über das Recht beugen.

Ein gänzlich neuer Stern am tristen, vorweihnachtlichen Himmel -  ausnahmsweise einmal nicht aus dem Morgenland (ist gerade nicht so angesagt):

Philipp Rösler – der neue Krankenkassen – Minister.
Er macht gleich schon Nägel mit Köpfen. Warum auch lange rumlabern, schließlich ist er ein Soldat – pardon, ein Mann der FDP.
Kopfpauschale bei den Krankenkassen, anstatt lohnabhängiger Beiträge zum Beispiel. Mehr Konkurrenz und Wettbewerb zwischen den Kassen. Hau weg den sozialen Scheiß vergangener Tage. Leistung muss sich wieder lohnen, freie (Markt)Wirtschaft ist angesagt!
Wer ist dieser Philipp Rösler. Sein Name passt irgendwie nicht zu seiner Physognomie. Die begeisterten BLÖD – Zeitung Leser sind mir vermutlich einen Schritt voraus, denn sie wissen: „Eine unglaubliche Karriere. Aber gleichsam ein Lebensweg, wie ihn ein Märchen nicht schöner erzählen könnte. Die Geschichte des Philipp Rösler ist die Geschichte eines Waisenjungen, der aus dem Nichts kam. Der keinen Namen hatte, keine Zukunft, aber den eines Tages das Glück fand, als ihn zwei Menschen als ihren Sohn zu sich nach Hause holten – und mit viel Liebe auf seinen Weg brachten.“

Aha, eine unglaubliche Karriere also, mit viel Liebe auf den Weg gebracht. Das sind die „Märchen“, á la BLÖD wie wir sie lieben: Schaut her ihr Fatmas, Mehmets, so funktioniert erfolgreiche Migration. Daß der liebe Philipp – hätte das imperialistische Gesindel damals Vietnam nicht mit Napalm und Agent Orange seine Vorstellungen von Demokratie und Freiheit aufzwingen wollen – vermutlich heute noch in Vietnam leben würde, kommt bei diesem Schmierenblatt natürlich nicht vor. So gaukelt man uns mit diesem jungen Mann vietnamesischer Abstammung, ein Beispiel gelungener Integration in die deutsche Gesellschaft vor, die  – verlogener – nicht sein kann.

Dieser Philipp Rösler ist deutscher als deutsch – er ist FDP!

7. November 2009

Das Peter – Prinzip

Filed under: Allgemein — D.Wagner @ 00:33

Die Hierarchie der Unfähigen
Das Peter-Prinzip, so genannt nach seinem Erfinder Laurence J. Peter, beschreibt die Gesetzmäßigkeiten, die die Ursachen sind für die in aller Welt herrschende Unfähigkeit im öffentlichen Leben, in jedem Beruf. Es bietet eine komplette Diagnose der Unfähigkeit, liefert dazu aber auch die Therapie – in satirisch-ironischer Form, aber immer auf dem Boden der Tatsachen.

Das Phänomen der Unfähigkeit
Unfähigkeit können wir überall beobachten. Es gibt unfähige Lehrer, unfähige Richter, Beamte, Handwerker, Ärzte oder Manager. Unfähigkeit ist nicht auf einen bestimmten Beruf beschränkt. Dabei erwecken unfähige Menschen, besonders wenn sie auf einer höheren Stufe der Hierarchie stehen, oft den Eindruck, als ob sie stets genau wüßten, was sie tun und daß sie stets das Richtige täten.
Bei näherem Hinsehen stellt man jedoch fest, daß sie keine Ahnung von ihrer eigentlichen Aufgabe haben und sich in Nebensachen verlieren oder daß sie grandiose Fehlentscheidungen treffen, die oft genug nur deshalb nicht zu ihrer katastrophalen Wirkung kommen, weil der unfähige Chef fähige Mitarbeiter hat, die seine Entscheidungen in die richtigen Bahnen lenken, ohne daß er es merkt.
Peter hat viele Beispiele für das Phänomen der Unfähigkeit gesammelt und analysiert. Dabei stellte er fest, daß alle Fälle gewisse Gemeinsamkeiten aufwiesen. Alle Personen, die er beobachtete. waren in einer Position, die sie voll und gut ausfüllten. Weil sie sich als fähig erwiesen, wurden sie befördert und nahmen dann eine Stellung ein, für die sie unfähig und ungeeignet waren. Aus diesen Beobachtungen von vielen hundert Fällen formulierte Peter sein Prinzip:
In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.

Zur visuellen Verdeutlichung, ein sehr schönes Video:

YouTube-Vorschaubild

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6. November 2009

Darf ich vorstellen:

Filed under: Politik — Schlagwörter: , — D.Wagner @ 12:06

Teil 1

Einige der illustren Laiendarsteller für die nächsten vier Jahre Politikkasperltheater, unter ständiger Aufführung in der Bundesmetropole: Berlin und anderswo.

Beginnen wir mit meinem Lieblingsdarsteller: dem rollenden (vormals Innen) Finanzminister Dr. jur. Schäuble, besser bekannt unter seinem Pseudonym: Stasi2.0
Vermutlich jene – seit dem folgenschweren Attentat gegen seine Person im Jahre 1990  – erlittene Traumatisierung, nie richtig aufgearbeitet, entwickelte er nachfolgend in seiner Rolle als Innenminister Parallelen – die dazumals seinem Angreifer Schuldunfähigkeit attestierten, infolgedessen er in die forensische Psychiatrie überführt wurde.
Genau dieser Dr. jur. inszeniert sich nun in der Rolle des Finanzministers. Eine “Besetzung”, die es so nur im Politikkasperltheater geben kann. In meinem heimischen Sportverein hätte man ihn – angesichts seiner jüngsten Vergangenheit – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit all seiner Ämter enthoben und aus dem Vereinsheim gerollt. Aber, wie bemerkt, befinden wir uns nicht im wahren Leben, sondern auf der Bühne der Absurditäten.
Meine Nummer zwei: der dauerge- gelte Karl – Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, auch gerne “Gutti” genannt. Bis zur Berufung zum Wirtschaftsminister und neuerdings Innenminister, gibt seine Vita nicht viel her,  sodass die Vermutung naheliegt, er orientierte sich am Vorbild einiger Hollywood-Möchtegern-Größen: er bumste sich über die Besetzungscouch nach oben.
Ach ja, unerwähnt darf natürlich nicht beiben, dass der smarte Freiherr dem transatlantischen Machtgremium Atlantik – Brücke ebenso angehörig ist wie einigen anderen dubiosen Elite – Zirkeln.

An ihren Sätzen sollt ihr sie erkennen

Filed under: Politik — D.Wagner @ 01:10

Wir bekommen immer wieder, die gleichen un-spontanen Worthülsen zu hören: Hartz IV war richtig. Der sprechende Hosenanzug predigt unermüdlich: Deutschland ist auf einem guten Weg.

Man wunderte sich lange Zeit zurecht, warum diese schauspielernden Volksvertreter ihre gezielte Volksverdummung nicht ein wenig unterhaltsamer betreiben. Stattdessen immer die gleichen Phrasen.

Seit dem Film: „Das Leben der Anderen“, worin Ulrich Mühe den Stasi – Hauptmann Wiesler spielt, kennen wir die Antwort:

“Er sagt dasselbe wie am Anfang, Wort für Wort. Wer die Wahrheit sagt, kann beliebig formulieren, tut das auch. Ein Lügner hat sich genaue Sätze zurechtgelegt, auf die er bei großer Anspannung zurückfällt”

5. November 2009

Zwang zur Leistung

Filed under: Allgemein — D.Wagner @ 23:54

Die „Leistungsgesellschaft“, die immer wieder beschworen wird, orientiert sich am kapitalistischen Profit – und Verwertungspotenzials jedes Einzelnen. Sie verspricht Glück und Zufriedenheit jedes Individuums, solange es sich im Arbeitsprozess nur ordentlich anstrengt.
Dabei wird auch ausgeklammert, dass die soziale Herkunft oft entscheidender ist, als die individuelle Leistung.
Hinzu kommt: Leistung ist nicht gleich Leistung.

Verona Feldbusch z.B., verdient für einen drei Minuten Auftritt im Fernsehen ein Vielfaches dessen, was ein Grundschullehrer verdient.
Auch Manager, Politiker und Unternehmensberater werden selten für erfolgreiche Arbeit bezahlt, ganz zu schweigen von der Leistung der Börsenspekulanten. Insofern ist der Zusammenhang zwischen Arbeit, gesellschaftlichem Nutzen und individueller Leistung nicht zwingend vorhanden. Er wird vielmehr konstruiert, oder eben die Nachfrage bestimmt den Preis.

Im kapitalistischen System existiert Arbeit nicht zum Nutzen der Gesellschaft, sondern zum Nutzen einiger weniger die daraus Profit schlagen. Dennoch muss jeder zusehen, dass er genügend Nahrung und ein Dach über dem Kopf hat.
Dies zwingt viele Menschen dann zur Lohnarbeit und ist keineswegs natürlichen Ursprungs. Dadurch wird eine endlose Verwertungsmaschinerie aufrecht erhalten, welches alles und jeden zu einer Ware degradiert.

Ein bedingungsloses Recht auf Obdach und Nahrung räumen wir nur unseren Haustieren ein, aber nicht unseren Mitmenschen.

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